Moleskine – mit legendärer Vintage zum Erfolg

Maria Sebregondi machte im Jahr 1995 mit Freunden auf dem Mittelmeer einen Segeltörn. Während dieser Segelreise las sie einen Roman von dem Reiseschriftsteller Bruce Chatwin, „Traumpfade“.
Inspiriert davon, diskutierte sie mit ihren Freunden auf der Yacht über den Inhalt eines Kapitels in dem Buch. In diesem beschrieb der Autor, wie er seine Arbeit vorbereitete. Wie wichtig seine Notizbücher für ihn waren, welche davon er auf seinen Reisen immer dabei hatte und dass er sie immer in Paris kaufte. Man fragte sich, ob nicht eine neue Art von Notizbuch für die heutige Generation interessant sein könnte. Damals fing die Zeit der Billigflieger und bei der jungen Generation wurden Städtereisen immer beliebter. Bei weiteren Gesprächen auf dieser Reise wurde eine neue Geschäftsidee geboren. Das so beliebte Notizbuch Moleskine nach altbewährtem Stil mit Gummiband in neuem Kleid wieder aufzulegen.

Maria Segregondi lehrte damals an der Universität Fashion und kreative Trends. Freiberuflich arbeitete sie in den Bereichen Übersetzung und strategische Kommunikation. Das macht es verständlich, dass beim lesen dieses Kapitels beruflich orientierte Ideen nicht ausblieben.
Maria Segregondi setzte ihre Idee mit Partnern um und erfand das klassische Notizbuch mit Gummiband für die heutige Zeit. Sie ist die Mitbegründerin des 1997 gegründeten Unternehmen Moleskine, das aus dem kleinen Mailänder Verlag Modo&Modo hervorgegangen ist. Seit 2007 trägt Modo&Modo auch den Namen Moleskine.
Die Bedeutung des Namens Moleskin ist „Maulwurfsfell“ und soll ein Hinweis auf das immer nur schwarze Buchcover des ursprünglichen Notizbuches sein. Ein „e“ wurde für Franzosen und Italiener hinzugefügt, damit es besser ausgesprochen werden kann.
Als die ersten Notizbücher hergestellt wurden, hatten sie neben dem harten Cover eine Innentasche und das Gummiband war elastisch. Ein traditionsreiches Produkt war wieder da und wurde erfolgreich vermarktet.

Angeregt durch den Roman „Traumpfade“ wurde den Notizbüchern eine Story zugeteilt, die ihren Benutzern das erhebende Gefühl bescheren sollte, dass schon berühmte Künstler, wie Picasso oder Hemingway, in solch einem Notizbuch ihre Ideen und Skizzen notiert hatten.
Sehr bildlich beschreibt Bruce Chatwin in seinem Roman das Verschwinden seiner „Moleskine“, wie er seine Notizbücher nannte. Der Hersteller des geliebten Objektes gab 1986 seinen Betrieb auf und seine geliebte kleine Papierwarenhandlung, wo er sie immer kaufte, erklärte lakonisch „den echten Moleskine gibt es nun nicht mehr“. Enttäuscht graste er alle Papierwarenhandlungen ab. Kaufte auf, was er noch fand – aber es waren nicht genug für seine Reisen.
Das kleine schwarze Büchlein, was in langer Tradition von Namenhaften Künstlern, Intellektuellen oder Schriftstellern benutzt wurde, schien es nicht mehr zu geben. Der schlichte kleine schwarze Begleiter, den Avantgardisten aus aller Welt in Pariser Buchhandlungen erstanden, wurde von der kleinen Manufaktur nicht mehr hergestellt.

Das Erbe des legendären Notizbuches wurde mit dem Unternehmen Moleskine 1997 angetreten und neu belebt. Seither hat die Suche hat ein Ende – Moleskine gibt es wieder, jetzt in wunderschönen Designs und mit praktischem Zubehör. Schritt haltend mit einer schnelllebigen Zeit, ist es auch nach und nach angepasst an die virtuellen Möglichkeiten und kann bei Bedarf inzwischen mit dem Computer verbunden werden.
Die ersten Produktionen wurden noch persönlich in den Buch- und Papierhandlungen verteilt. Es war sehr wichtig, dass das kleine schwarze Notizbuch richtig vermarktet wurde. Dazu sollte das Gefühl vermittelt werden, der Käufer lege sich ein Buch zu, welches erst noch gefüllt werden wollte. Auch dass Van Gogh, Hemingway und die ganze internationale Avantgarde genau solch ein, oder zumindest ein sehr ähnliches Notizbuch als „Kladde“ benutzt haben, machte das kleine Schwarze mit Gummiband zum Verkaufsschlager. Mit der wunderschönen bebilderten und thematischen Cover Aufmachung wird dies noch unterstrichen.

Im Jahr 2006 ist der Investor Syntegra Capital in das Unternehmen Moleskine eingestiegen, die beiden Co-Gründer wollten aussteigen und Syntegra Capital hat ihre Anteile übernommen – da sie das enorme Potenzial der Marke erkannt hatten.
Nicht wie sonst üblich, hat der neue Anteilseigner alles umstrukturiert oder weiter verkauft, sondern auf der Linie von Maria Segrebondi weitergeführt. Sie hat in dem Unternehmen die Position inne, die sie ausfüllt und in der sie weitere Projekte umsetzen kann. Ihre Erfahrungen mit Syntegra Capital bis heute, werden von ihr nur als positiv bezeichnet – sind sie doch immer noch dabei und haben das Unternehmen sogar 2013 erfolgreich an die Börse gebracht.

In Mailand ist der Hauptsitz des Unternehmens, seit 1999 werden die beliebten Notizbücher auch in weiten Teilen Europas und den USA vertrieben. Nachdem sie dann 2004 Japan erreicht hatten, eröffnete sich schnell der asiatische Markt. Wenn man es in Zahlen ausdrücken will, kann man schwarz auf weiß lesen, dass heute in 95 Ländern und in 22.000 Papier-, Design- und Buchläden die beliebten Notizbücher verkauft werden.
Moleskine bietet seit 2011 viele neue Produkte an, die in den Themenbereich Schreiben, Malen und Zeichnen passen. Unter dieser Vielfalt der Produkte befinden sich auch wunderschöne limitierte Sondereditionen aus allen Themenbereichen.

Die Starwars Kollektion ist für alle Fans ein „Must have.“ Werden sie doch öfter von einer intergalaktischen Sehnsucht getrieben, die durch diese verschieden aufgemachten Notizbücher und Kalender befriedigt werden kann. In Form eines Notizbuchs ist die Starwars-Saga immer ein Begleiter, denn Moleskine üblich, ist das Thema überall vorhanden. Auf den Vorsatzblättern findet man das Weltall als Druckbild und aufgedruckte Zitate aus der Triologie inspirieren die schöpferischen Gedanken, ebenso wie ein beigelegtes Poster.
Bei einer weiteren Sonderedition ist die Legende Batman auf dem Einband des Notizbuches gelandet. Mit Originalzeichnungen von Frank Miller auf dem Cover wurde dieses Notizbuch nur in limitierter Auflage produziert.
Auch ehrt Moleskine die zauberhafte Geschichte des kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry mit einer limitierten Sonderkollektion. Neben Zeichnungen und Zitaten verbirgt sich in der immer angehängten Tasche, eine ganz besondere Überraschung – der kleine Prinz auf Papier geprägt, zum Ausschneiden und Aufstellen.

Die Kreativität kennt bei Moleskine keine Grenzen, eine weitere Bereicherung findet man in der Kollektion Passion – Journale, hier hat man genug Platz und themenrelevante Aufteilungen um seine „Passion“ gut sortiert festzuhalten. Im „Kunst Journal“ ebenso wie im „Garten-Journal“ oder dem „Home Life Journal“ und vielen anderen Themenbereichen, hat man einen idealen Aufbewahrungsort für Ideen oder Eindrücke.
Immer in 5 Themenbereiche und 5 Abschnitte mit Register aufgeteilt, können die persönlichen Leidenschaften kultiviert und vorbildlich sortiert werden.

Es ist hauptsächlich eine junge und gut gekleidete Generation, die man in Cafés und Kunsthochschulen in die schwarzen legendären Notizbücher mit dem Image des vergangenen Jahrhunderts kritzeln sieht. Es sind die Ästheten und die Kreativen, die dieses schlichte Notizbuch beschreiben und bemalen, um etwas für die Ewigkeit zu schaffen.

Schreib einen Kommentar