Kanban mit dem Mind-Papers von X17

© Jeff.lasovski

© Jeff.lasovski, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Kanbanprinzip
Meine privaten Programmierprojekte organisiere ich nach dem Kanbanprinzip. Kanban ist ein Vorgehensmodell und ein System für die Planung von Aufgaben bei dem die Arbeitsvorgänge auf einem Board (Whitebord, Tafel oder Pinnwand) verwaltet werden. Dabei wird das Board in mehrere Spalten aufgeteilt und Aufgaben werden auf Karteikarten oder Postits geschrieben. Die Spalten stellen den „Fluss“ für eine Aufgabe dar und üblich sind die Spalten „Neu“, „In Bearbeitung“ und „Fertig“. Eine neue Aufgabe kommt in die Spalte „Neu“ und wandert dann je nach Bearbeitungsstatus auf dem Board über die Spalten von links nach rechts. Ein weiteres Prinzip bei Kanban ist, dass man die Aufgaben, die sich in der Bearbeitung befinden, limitiert. Während in der Spalte „Neu“ keine Begrenzung besteht, werden in die Spalte „in Bearbeitung“ nur drei Aufgaben gelegt. Somit wird der Überlastung und der „Verzettelung“ von Aufgaben vorgesorgt.

Digitale oder analoge Umsetzung?
Lange Zeit habe ich eine digitale Variante bevorzugt (mittels Evernote). Für die analoge Umsetzung haben mir oft die Ideen gefehlt, wie ich es für mich hätte umsetzen können. Ein Whiteboard oder eine Magnettafel wollte ich mir nie über den Schreibtisch hängen. Zusätzlich möchte ich meine Aufgaben stets bei mir führen. Ich habe einige Vorschläge entdeckt, die mit Klebezetteln arbeiten und diese auf einem A4-Blatt in die Spalten kleben. Mir sind Klebezettel, wie z.B. Postits, aber zu dünn und bieten mir zu wenig Platz. Außerdem verändere ich häufig den Status von Aufgaben, was der Kleber nicht lange mitmachen würde.

Für Kanbanboards nutzt man häufig Karteikarten, die man an eine Magnettafel heftet. Natürlich kann man die Karten auch in einen Karteikasten legen, so wird der Kanbanfluss von vorne nach hinten visualisiert. Weil ich aber eine portable Lösung wollte, kam so ein Kasten auch nicht in Frage.

Kanban mit den Mind-Papers
Dann bin ich auf die Mind-Papers von X17 gestoßen. Auf der Webseite von X17 wird das Mind-Papers als ein neues Instrument zur Selbstorganisation beschrieben.  Dort heißt es:

Mind-Papers ist ein neues Halte-Konzept, was den Vergleich mit gebundenem Buch, Book-by-Book-System oder Ringbuch nicht scheut – im Gegenteil: Mind-Papers sind bei manchen Dingen funktional überlegen. Die Lederhülle vereint all das, was für die Selbstorganisation sinnvoll ist

Ich nutze das Mind-Papers (Version RoadSkin kork in A5) als Ablage für meine Kanbankarten. Die mitgelieferten Karteikarten nutze ich als Trennhilfe. Für die Aufgaben nutze ich weiße, karierte Karteikarten.

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Ich habe mir die Spalten an meinen Software Entwicklungsprozess angepasst und nutze die folgenden Spalten: „Backlog“, „Analyse“, „Entwicklung“, „Test“ und „Betrieb“.

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Im Backlog sammle ich alle Ideen und geplanten Neuentwicklungen. Dazu notiere ich auf der Kartei oben links das Datum und daneben ein Titel. Das Datum hilft auch bei der Einschätzung wie lange man für die Umsetzung von Aufgaben benötigt. Auf der Karteikarte notiere ich dann die Aufgabe als Text, als to-do-Liste, als Skizze oder Mindmap. Wichtig ist, dass ich eine grobe Vorstellung davon habe, was ich umsetzen möchte. Die genaue Formulierung der Aufgabe geschieht dann in der nächsten Phase.

In Analyse kommen alle Aufgaben über die ich mir noch genauer Gedanken machen muss. Wenn ich z.B. ein Layout für eine Webseite plane, hefte ich mir an die Karteikarten Ausdrucke von anderen Seiten als Inspiration oder ich ergänze die Karteikarte mit Mindmaps oder Skizzen. In der Analyse ist das Ziel eine Aufgabe soweit zu beschreiben, dass ich genau weiß, wie ich sie in der Phase „Entwicklung“ umsetzen kann.

In „Entwicklung“ kommen fertig analysierte Aufgaben. In diese Phase nehme ich nur maximal drei Karten auf.

„Test“ enthält schließlich die Karteikartei die ich fertig programmiert habe und die ich abschließend noch testen muss. Ich lasse mir bis zum Test ein paar Tage nach der Entwicklung Zeit, so dass ich einen „frischeren Blick“ auf die Umsetzung habe.

Abschließend kommen in „Betrieb“ alle Aufgaben, die ich fertig getestet und veröffentlicht habe.

Auf der Rückseite jeder Karteikarte führe ich ein Journal. Ich notiere das Datum, wenn sich der Status einer Karteikarte geändert hat und was sich geändert hat.

Kurzes Fazit
Das Kanbanprinzip ist für mich eine Lösung, die ich bereits seit längerer Zeit nutze und die mir für meine persönlichen Projekte viel bringt. Mit der Lösung der Mind-Papers von X17 bin ich sehr zufrieden. Ich habe auf der einen Seite mein bevorzugtes Medium für die Aufgaben (Karteikarten, kariert, DIN A5), bin aber auch mobil und habe meine Aufgaben stets zur Hand.

 

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