Notizbuchsuche – Zahlen und Daten

Die Notizbuchsuche ist jetzt seit einiger Zeit online. Um die Katalogdaten zu pflegen habe ich für die Suche eine Verwaltung entwickelt. Für einen Überblick, wieviele Notizbücher ich von welchen Herstellern habe und mit welchen Parametern sie eingepflegt sind, hilft mir ein Dashboard. Einige Daten dieses Dashboards möchte ich hier teilen.

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Dieser Auschnitt zeigt die absolute Anzahl der Notizbücher sowie die Anzahl der Parameter, die ich für jedes Notizbuch pflege. Die fünf Spalten darunter zeigen die Aufteilung der Notizbücher auf die einzelnen Parameter. Das macht auch deutlich, dass der Schwerpunkt noch auf DIN A5 liegt und das noch gar keine DIN A6 Notizbücher verfügbar sind.

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Natürlich möchte ich auch wissen, welche Notizbücher die Besucher besonders interessant finden. Interessant sind die Farben der Top5: Die Farben Türkis und Rosa sind den Farben des Jahres 2016 von Pantone sehr ähnlich. Pantone nennt sie Rose Quarzt und Serenity.

Moleskine – mit legendärer Vintage zum Erfolg

Maria Sebregondi machte im Jahr 1995 mit Freunden auf dem Mittelmeer einen Segeltörn. Während dieser Segelreise las sie einen Roman von dem Reiseschriftsteller Bruce Chatwin, „Traumpfade“.
Inspiriert davon, diskutierte sie mit ihren Freunden auf der Yacht über den Inhalt eines Kapitels in dem Buch. In diesem beschrieb der Autor, wie er seine Arbeit vorbereitete. Wie wichtig seine Notizbücher für ihn waren, welche davon er auf seinen Reisen immer dabei hatte und dass er sie immer in Paris kaufte. Man fragte sich, ob nicht eine neue Art von Notizbuch für die heutige Generation interessant sein könnte. Damals fing die Zeit der Billigflieger und bei der jungen Generation wurden Städtereisen immer beliebter. Bei weiteren Gesprächen auf dieser Reise wurde eine neue Geschäftsidee geboren. Das so beliebte Notizbuch Moleskine nach altbewährtem Stil mit Gummiband in neuem Kleid wieder aufzulegen.

Maria Segregondi lehrte damals an der Universität Fashion und kreative Trends. Freiberuflich arbeitete sie in den Bereichen Übersetzung und strategische Kommunikation. Das macht es verständlich, dass beim lesen dieses Kapitels beruflich orientierte Ideen nicht ausblieben.
Maria Segregondi setzte ihre Idee mit Partnern um und erfand das klassische Notizbuch mit Gummiband für die heutige Zeit. Sie ist die Mitbegründerin des 1997 gegründeten Unternehmen Moleskine, das aus dem kleinen Mailänder Verlag Modo&Modo hervorgegangen ist. Seit 2007 trägt Modo&Modo auch den Namen Moleskine.
Die Bedeutung des Namens Moleskin ist „Maulwurfsfell“ und soll ein Hinweis auf das immer nur schwarze Buchcover des ursprünglichen Notizbuches sein. Ein „e“ wurde für Franzosen und Italiener hinzugefügt, damit es besser ausgesprochen werden kann.
Als die ersten Notizbücher hergestellt wurden, hatten sie neben dem harten Cover eine Innentasche und das Gummiband war elastisch. Ein traditionsreiches Produkt war wieder da und wurde erfolgreich vermarktet.

Angeregt durch den Roman „Traumpfade“ wurde den Notizbüchern eine Story zugeteilt, die ihren Benutzern das erhebende Gefühl bescheren sollte, dass schon berühmte Künstler, wie Picasso oder Hemingway, in solch einem Notizbuch ihre Ideen und Skizzen notiert hatten.
Sehr bildlich beschreibt Bruce Chatwin in seinem Roman das Verschwinden seiner „Moleskine“, wie er seine Notizbücher nannte. Der Hersteller des geliebten Objektes gab 1986 seinen Betrieb auf und seine geliebte kleine Papierwarenhandlung, wo er sie immer kaufte, erklärte lakonisch „den echten Moleskine gibt es nun nicht mehr“. Enttäuscht graste er alle Papierwarenhandlungen ab. Kaufte auf, was er noch fand – aber es waren nicht genug für seine Reisen.
Das kleine schwarze Büchlein, was in langer Tradition von Namenhaften Künstlern, Intellektuellen oder Schriftstellern benutzt wurde, schien es nicht mehr zu geben. Der schlichte kleine schwarze Begleiter, den Avantgardisten aus aller Welt in Pariser Buchhandlungen erstanden, wurde von der kleinen Manufaktur nicht mehr hergestellt.

Das Erbe des legendären Notizbuches wurde mit dem Unternehmen Moleskine 1997 angetreten und neu belebt. Seither hat die Suche hat ein Ende – Moleskine gibt es wieder, jetzt in wunderschönen Designs und mit praktischem Zubehör. Schritt haltend mit einer schnelllebigen Zeit, ist es auch nach und nach angepasst an die virtuellen Möglichkeiten und kann bei Bedarf inzwischen mit dem Computer verbunden werden.
Die ersten Produktionen wurden noch persönlich in den Buch- und Papierhandlungen verteilt. Es war sehr wichtig, dass das kleine schwarze Notizbuch richtig vermarktet wurde. Dazu sollte das Gefühl vermittelt werden, der Käufer lege sich ein Buch zu, welches erst noch gefüllt werden wollte. Auch dass Van Gogh, Hemingway und die ganze internationale Avantgarde genau solch ein, oder zumindest ein sehr ähnliches Notizbuch als „Kladde“ benutzt haben, machte das kleine Schwarze mit Gummiband zum Verkaufsschlager. Mit der wunderschönen bebilderten und thematischen Cover Aufmachung wird dies noch unterstrichen.

Im Jahr 2006 ist der Investor Syntegra Capital in das Unternehmen Moleskine eingestiegen, die beiden Co-Gründer wollten aussteigen und Syntegra Capital hat ihre Anteile übernommen – da sie das enorme Potenzial der Marke erkannt hatten.
Nicht wie sonst üblich, hat der neue Anteilseigner alles umstrukturiert oder weiter verkauft, sondern auf der Linie von Maria Segrebondi weitergeführt. Sie hat in dem Unternehmen die Position inne, die sie ausfüllt und in der sie weitere Projekte umsetzen kann. Ihre Erfahrungen mit Syntegra Capital bis heute, werden von ihr nur als positiv bezeichnet – sind sie doch immer noch dabei und haben das Unternehmen sogar 2013 erfolgreich an die Börse gebracht.

In Mailand ist der Hauptsitz des Unternehmens, seit 1999 werden die beliebten Notizbücher auch in weiten Teilen Europas und den USA vertrieben. Nachdem sie dann 2004 Japan erreicht hatten, eröffnete sich schnell der asiatische Markt. Wenn man es in Zahlen ausdrücken will, kann man schwarz auf weiß lesen, dass heute in 95 Ländern und in 22.000 Papier-, Design- und Buchläden die beliebten Notizbücher verkauft werden.
Moleskine bietet seit 2011 viele neue Produkte an, die in den Themenbereich Schreiben, Malen und Zeichnen passen. Unter dieser Vielfalt der Produkte befinden sich auch wunderschöne limitierte Sondereditionen aus allen Themenbereichen.

Die Starwars Kollektion ist für alle Fans ein „Must have.“ Werden sie doch öfter von einer intergalaktischen Sehnsucht getrieben, die durch diese verschieden aufgemachten Notizbücher und Kalender befriedigt werden kann. In Form eines Notizbuchs ist die Starwars-Saga immer ein Begleiter, denn Moleskine üblich, ist das Thema überall vorhanden. Auf den Vorsatzblättern findet man das Weltall als Druckbild und aufgedruckte Zitate aus der Triologie inspirieren die schöpferischen Gedanken, ebenso wie ein beigelegtes Poster.
Bei einer weiteren Sonderedition ist die Legende Batman auf dem Einband des Notizbuches gelandet. Mit Originalzeichnungen von Frank Miller auf dem Cover wurde dieses Notizbuch nur in limitierter Auflage produziert.
Auch ehrt Moleskine die zauberhafte Geschichte des kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry mit einer limitierten Sonderkollektion. Neben Zeichnungen und Zitaten verbirgt sich in der immer angehängten Tasche, eine ganz besondere Überraschung – der kleine Prinz auf Papier geprägt, zum Ausschneiden und Aufstellen.

Die Kreativität kennt bei Moleskine keine Grenzen, eine weitere Bereicherung findet man in der Kollektion Passion – Journale, hier hat man genug Platz und themenrelevante Aufteilungen um seine „Passion“ gut sortiert festzuhalten. Im „Kunst Journal“ ebenso wie im „Garten-Journal“ oder dem „Home Life Journal“ und vielen anderen Themenbereichen, hat man einen idealen Aufbewahrungsort für Ideen oder Eindrücke.
Immer in 5 Themenbereiche und 5 Abschnitte mit Register aufgeteilt, können die persönlichen Leidenschaften kultiviert und vorbildlich sortiert werden.

Es ist hauptsächlich eine junge und gut gekleidete Generation, die man in Cafés und Kunsthochschulen in die schwarzen legendären Notizbücher mit dem Image des vergangenen Jahrhunderts kritzeln sieht. Es sind die Ästheten und die Kreativen, die dieses schlichte Notizbuch beschreiben und bemalen, um etwas für die Ewigkeit zu schaffen.

Notizbuchsuche.de

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Heute möchte ich mein anderes Projekt vorstellen, weswegen ich Notizbuchhelden gestartet habe. Ein Blog über Notizbücher zu führen, insbesondere was man mit ihnen machen kann, war nur die eine Idee. Die Umsetzung der anderen Idee war etwas zeitintensiver. Sie hat aber jetzt den Punkt erreicht, dass ich sie vorstellen kann.

Unter Notizbuchsuche.de habe ich einen Katalog für Notizbücher entwickelt. Man kann sich über viele verschiedene Parameter Notizbücher suchen und sich im Detail anschauen. Das Projekt ist noch am Anfang und der Katalog wird wöchentlich größer. Bis heute habe ich 123 Notizbücher von drei Herstellern in der Größe DIN A5 eingepflegt. Es sollen noch viel mehr werden. Aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen mal zu schauen, was „die Welt“ da draußen davon hält. Für Feedback bin ich also äußert dankbar.

Einsatzzweck für Notizbücher

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Für diesen Blog plane ich schon länger eine Artikelserie darüber, was man mit Notizbüchern eigentlich alles anstellen kann. In meinen Augen gibt es so viele Möglichkeiten was man mit den kleinen Büchlein machen kann; und nicht nur „Notizen machen“. Dennoch möchte ich genau mit diesem „Einsatzzweck für Notizbücher“ anfangen.

Der einfachste Einsatzzweck für ein Notizbuch ist, es für Notizen zu nutzen. Aber bereits dieser Schritt, ein Notizbuch zu kaufen und es immer mitzuführen, ist schon der erste Schritt zu einer besseren persönlichen Organisation. Das Notizbuch wird dann zur Sammelstelle für Ideen und Gedanken. Im besten Fall ersetzt es die lose Zettelsammlung. Anstatt an vielen verschiedenen Stellen zu notieren, hat man mit einem Notizbuch einen Ort, an dem alles gesammelt wird. Nimmt man sich dann noch vor, das Notizbuch und einen Stift immer schnell parat zu haben, hat man bereits einen großen Schritt getan.

Gespräche begleiten
Ein Notizbuch hilft nicht nur bei der persönlichen Organisation. Bei Gesprächen helfen Notizen die Kommunikation zu unterstützen, indem man sich Fragen oder Aufgaben notiert. Dem Gesprächspartner zollt das aktive Zuhören Respekt. Bei einem Vorstellungsgespräch kann es helfen Nervosität abzubauen. Notiert man sich Fragen kann man das Gespräch in eine Richtung führen, bei der man sich sicher und wohl fühlt.

Das Zweitnotizbuch
Bei dieser großen Auswahl: Warum sollte man nicht mehrere Notizbücher pflegen. So hat man Notizbücher an den Orten, wo man sie regelmäßig braucht und somit immer parat. Im Büro führt man ein schickes Notizbuch für Mettings. Für unterwegs steckt man sich ein kleines Notizheft in die Jackentasche und wem die besten Ideen unter der Dusche kommen, der legt sich ein wasserabweisendes Notizbuch ins Badezimmer.

Schönschrift, Skizzen, Krickeln
Den persönlichen Charakter bekommt das Notizbuch durch die eigene Texte. Mit dem Füller und einem geordneten Beschreiben mit Datumsangaben und festen Notierungsregeln schafft man Kontinuität und Ordnung. Kreativ austoben kann man sich mit schnellen Skizzen und mit Mindmaps kann man seinen Gedanken freien Lauf lassen.

Fazit
Man muss keinem Plan folgen um ein Notizbuch zu verwenden. Man muss keine Organisationsgurus anhören oder immer mit Schönschrift Texte verfassen. Wichtig ist nur: Man sollte sich ein Notizbuch anschaffen und es möglichst immer griffbereit haben. Nutzt man es regelmäßig schafft man Ordnung im Kopf und macht Platz für neue Gedanken.

Icons für die Notizbuchorganisation

Auf Pinterest habe ich das YouTube-Video gefunden „Doodle with Me: Planner Icons“. Es zeigt auf 19 Minuten eine große Anzahl von unterschiedlichen Icons.

Ich habe die Anzahl der Icons in dem Video nicht gezählt, aber es ist eine unglaubliche Vielfalt. Zurzeit nutze ich für meine Wochenplanung genau vier Icons, größer ist mein Repertoire noch nicht. Die Icons in dem Video sehen wirklich simpel aus, man erkennt sofort was sie darstellen sollen und man kann sie leicht nachzeichnen.

Egal ob man Notizbücher für Notizen nutzt, als Planungswerkzeug oder als Skizzenbuch. Wenn man sich ein paar dieser Icons aneignet, kann man seine Notizbuchseiten noch schöner gestalten. Mit anderen Stiften und anderen Farben bekommt man sicher noch schöne Variationen hin.

Kanban mit dem Mind-Papers von X17

© Jeff.lasovski

© Jeff.lasovski, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Kanbanprinzip
Meine privaten Programmierprojekte organisiere ich nach dem Kanbanprinzip. Kanban ist ein Vorgehensmodell und ein System für die Planung von Aufgaben bei dem die Arbeitsvorgänge auf einem Board (Whitebord, Tafel oder Pinnwand) verwaltet werden. Dabei wird das Board in mehrere Spalten aufgeteilt und Aufgaben werden auf Karteikarten oder Postits geschrieben. Die Spalten stellen den „Fluss“ für eine Aufgabe dar und üblich sind die Spalten „Neu“, „In Bearbeitung“ und „Fertig“. Eine neue Aufgabe kommt in die Spalte „Neu“ und wandert dann je nach Bearbeitungsstatus auf dem Board über die Spalten von links nach rechts. Ein weiteres Prinzip bei Kanban ist, dass man die Aufgaben, die sich in der Bearbeitung befinden, limitiert. Während in der Spalte „Neu“ keine Begrenzung besteht, werden in die Spalte „in Bearbeitung“ nur drei Aufgaben gelegt. Somit wird der Überlastung und der „Verzettelung“ von Aufgaben vorgesorgt.

Digitale oder analoge Umsetzung?
Lange Zeit habe ich eine digitale Variante bevorzugt (mittels Evernote). Für die analoge Umsetzung haben mir oft die Ideen gefehlt, wie ich es für mich hätte umsetzen können. Ein Whiteboard oder eine Magnettafel wollte ich mir nie über den Schreibtisch hängen. Zusätzlich möchte ich meine Aufgaben stets bei mir führen. Ich habe einige Vorschläge entdeckt, die mit Klebezetteln arbeiten und diese auf einem A4-Blatt in die Spalten kleben. Mir sind Klebezettel, wie z.B. Postits, aber zu dünn und bieten mir zu wenig Platz. Außerdem verändere ich häufig den Status von Aufgaben, was der Kleber nicht lange mitmachen würde.

Für Kanbanboards nutzt man häufig Karteikarten, die man an eine Magnettafel heftet. Natürlich kann man die Karten auch in einen Karteikasten legen, so wird der Kanbanfluss von vorne nach hinten visualisiert. Weil ich aber eine portable Lösung wollte, kam so ein Kasten auch nicht in Frage.

Kanban mit den Mind-Papers
Dann bin ich auf die Mind-Papers von X17 gestoßen. Auf der Webseite von X17 wird das Mind-Papers als ein neues Instrument zur Selbstorganisation beschrieben.  Dort heißt es:

Mind-Papers ist ein neues Halte-Konzept, was den Vergleich mit gebundenem Buch, Book-by-Book-System oder Ringbuch nicht scheut – im Gegenteil: Mind-Papers sind bei manchen Dingen funktional überlegen. Die Lederhülle vereint all das, was für die Selbstorganisation sinnvoll ist

Ich nutze das Mind-Papers (Version RoadSkin kork in A5) als Ablage für meine Kanbankarten. Die mitgelieferten Karteikarten nutze ich als Trennhilfe. Für die Aufgaben nutze ich weiße, karierte Karteikarten.

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Ich habe mir die Spalten an meinen Software Entwicklungsprozess angepasst und nutze die folgenden Spalten: „Backlog“, „Analyse“, „Entwicklung“, „Test“ und „Betrieb“.

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Im Backlog sammle ich alle Ideen und geplanten Neuentwicklungen. Dazu notiere ich auf der Kartei oben links das Datum und daneben ein Titel. Das Datum hilft auch bei der Einschätzung wie lange man für die Umsetzung von Aufgaben benötigt. Auf der Karteikarte notiere ich dann die Aufgabe als Text, als to-do-Liste, als Skizze oder Mindmap. Wichtig ist, dass ich eine grobe Vorstellung davon habe, was ich umsetzen möchte. Die genaue Formulierung der Aufgabe geschieht dann in der nächsten Phase.

In Analyse kommen alle Aufgaben über die ich mir noch genauer Gedanken machen muss. Wenn ich z.B. ein Layout für eine Webseite plane, hefte ich mir an die Karteikarten Ausdrucke von anderen Seiten als Inspiration oder ich ergänze die Karteikarte mit Mindmaps oder Skizzen. In der Analyse ist das Ziel eine Aufgabe soweit zu beschreiben, dass ich genau weiß, wie ich sie in der Phase „Entwicklung“ umsetzen kann.

In „Entwicklung“ kommen fertig analysierte Aufgaben. In diese Phase nehme ich nur maximal drei Karten auf.

„Test“ enthält schließlich die Karteikartei die ich fertig programmiert habe und die ich abschließend noch testen muss. Ich lasse mir bis zum Test ein paar Tage nach der Entwicklung Zeit, so dass ich einen „frischeren Blick“ auf die Umsetzung habe.

Abschließend kommen in „Betrieb“ alle Aufgaben, die ich fertig getestet und veröffentlicht habe.

Auf der Rückseite jeder Karteikarte führe ich ein Journal. Ich notiere das Datum, wenn sich der Status einer Karteikarte geändert hat und was sich geändert hat.

Kurzes Fazit
Das Kanbanprinzip ist für mich eine Lösung, die ich bereits seit längerer Zeit nutze und die mir für meine persönlichen Projekte viel bringt. Mit der Lösung der Mind-Papers von X17 bin ich sehr zufrieden. Ich habe auf der einen Seite mein bevorzugtes Medium für die Aufgaben (Karteikarten, kariert, DIN A5), bin aber auch mobil und habe meine Aufgaben stets zur Hand.

 

Der Tintenleiter

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„Wir waren 1969 auf dem Mond, aber die Füller haben immer noch gekleckst“

Wolfgang Schmidt

In der aktuellen BrandEins (Heft 12 Dezember 2015, S. 90) ist ein interessanter Beitrag über Füller und dessen Kernstück, der Tintenleiter. Wie das Zitat andeutet hat die Entwicklung des Tintenleiters über Jahrhunderte gebraucht. Bereits seit dem 4. Jahrhundert wird mit Feder und Tinte geschrieben. Es hat bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts gedauert bis der erste Tintenleiter es nicht mehr nötig machte, dass man nach wenigen Zeichen die Feder in Tinte tauchen musste. Der Tintenleiter sorgt dafür, dass die Tinte von der Patrone über die Kapillarwirkung gleichmäßig an die Feder abgegeben wird. Dabei ist es wichtig, dass gerade so viel Luft in die Patrone gelangt, wie Tinte verbraucht wird. Es gibt nur wenige Hersteller von Tintenleitern auf der Welt. Die Entwicklung ist sehr teuer und es wird viel Know-How und Erfahrung benötigt. Die Herstellung ist komplex und muss bis auf wenige Millimeter genau sein. Nur so kann erreicht werden, dass ein Füller beim Schreiben immer gleich viel Tinte abgibt, bei Nichtbenutzung die Tinte zurückhält und auch bei Luftdruck- und Temperaturschwankungen nicht tropft.

Titelbild: Joel Montes de Oca (CC BY-SA 2.0)

Blogparade „Zeigt her eure To-do-Listen!“

In der Blogparade „Zeigt her eure To-do-Listen!“ ruft Susann Merklein von Selbständig im Netz andere Blogger dazu auf etwas über ihr To-do-Listen zu erzählen. Mein Blog Notizbuchhelden existiert noch nicht lange, aber ich dachte mir, es wäre ein guter Einstieg, um meine Erfahrungen mit diesem Thema zu teilen. Die Themen To-do-Listen und Notizbücher passen wunderbar zusammen und ich würde mal behaupten, dass es der Haupteinsatzzweck von Notizbüchern ist, solche Listen zu pflegen.

Ich führe schon seit Ewigkeiten To-do-Listen, aber immer mit unterschiedlichen Notizbüchern, Offline sowie Online und immer nach anderen Methoden. Manchmal bereiten mir diese Listen Stress, erinnern sich mich doch immer wieder daran, dass ich etwas erledigen muss. In hektischen Zeiten sind sie eine Hilfe für mich, alles in Ruhe und geplant anzugehen.

Zur Orientierung bei dieser stellt Susann einige Fragen, auf die ich hier eingehen möchte:

Nutzt du eine To-do-Liste oder eine ganz andere Methode, um dir Dinge zu merken und deinen (Arbeits-)alltag zu strukturieren? Oder gehörst du zu den glücklichen Menschen, die sich einfach alles problemlos merken können?
Ja, ich nutze To-do-Listen. Seit Jahren begleiten mich diese Listen und ich habe schon viele Methoden und Werkzeuge ausprobiert. Mittlerweile habe ich mir eine eigene Methode angeeignet. Ich bin besonders von den Notizbuchregeln beeinflusst worden, dem Bullet-Journal und Getting Things Done (Gtd). Die Listen pflege ich Off- und Online. Ich behaupte auch mittlerweile von mir, alles was nicht in einer Liste landet, an das erinnere ich mich nicht mehr. Erhalte ich also Aufgaben auf Zuruf gehen die durch meinen Kopf wie Neutrinos durch die Erde.

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Einsicht in die Listen: grün=mehrmals täglich, gelb: min. täglich, rot: alle paar Tage

Wie sieht deine To-do-Liste aus? Zeig uns ein Bild!
Ich habe einige Bilder meiner Listen gemacht, versucht sie schön zu arrangieren und es schick aussehen zu lassen. Aber ich muss ehrlich sagen, meine Listen haben einen Tagebuchcharakter und sind ein Journal meiner Aufgaben und Projekte. Aus diesem Grund fand ich es dann zu persönlich, sie mit den Inhalten hier abzubilden. Deshalb habe ich eine Grafik erstellt wie meine To-do-Listen-Methode im Moment ausschaut.
Wie man sieht habe ich mehre Eingangsmedien, in die Aufgaben eingehen können. Entweder arbeite ich diese Listen direkt ab oder sie wandern in meine Organisationswerkzeuge.

Bist du eher der Offline- oder Online-Typ?
Wie schon beschrieben, ich nutze beide Medien. Wie die Grafik zeigt, habe ich eine Mischung aus Off- und Online-Listen. Ich mag es Offline Notizen zu machen, meine Notizbücher zu fühlen und meine Aufgaben darüber zu organisieren. Dadurch erhalten die Bücher auch den Charakter eines Tagebuchs für mich. Online ist es für mich aber einfacher, es geht schneller und mir fällt es leichter meine Aufgaben zu überblicken. Manchmal denke ich aber auch, To-do-Listen Online zu pflegen ist eher Kontraproduktiv, weil die Listen schnell groß werden und es immer schwieriger wird, wichtige von unwichtigen Dingen zu unterscheiden. Offline-Notizen haben bei mir einen längeren Bestand.

Offline: Was genau nutzt du zum Aufschreiben deiner To-do’s?
Wenn es geplant vorgeht landen alle meine To-do’s in einem Leuchtturm1917 oder einem Atoma-Notizbuch. Ich bevorzuge das Format DinA5 mit einer karierten Linierung. Wenn mal keines davon zur Hand ist reicht mir ein leerer Zettel, der gerade griffbereit ist. Die Listen arbeite ich entweder direkt ab oder sie dienen als Eingangsbuch für meine Online-Listen. In Besprechungen oder auch unterwegs trifft man mich nur sehr selten ohne Notizbuch an.

Online: Welche Apps oder Online-Software nutzt du? Hast du schon mehrere genutzt
Auf dem Smartphone nutze ich Google Notizen. Die App nutze ich gerne und viel, weil sich schnell Notizen mit einer Benachrichtigung erstellen lassen. Dienstlich nutze ich RememberTheMilk (RtM). Die Anwendung begleitet mich schon seit Jahren und ich habe nie eine bessere kennen gelernt (die deutsche Alternative Wunderlist war nie eine Option für mich). Die Funktionsvielfalt von RtM ist sehr umfangreich: Notizen lassen sich in einer Zeile mit Termin, Priorität und Schlagwörtern eintragen. Smarte Listen helfen mir bei der Tages- und Wochenplanung und der Zähler, wie oft eine Aufgabe bereits verschoben wurde, zeigt deutlich, ob die Aufgabe überhaupt noch zu gebrauchen ist oder ob sie einfach weg kann. Nebenbei gibt es in RtM für mich eine Aufgabe, die täglich erscheint, und einfach nur „E-Mail“ heißt. Die sagt mir, dass ich die markierten E-Mails in Outlook, die für mich To-do’s enthalten, abarbeiten muss. Da gehe ich dann strikt nach Gtd vor. Entweder direkt erledigen oder in RtM einpflegen. Privat arbeite ich auch mit RtM. Zusätzlich pflege ich private To-do-Listen teilweise noch in Evernote.

Welche ist dein Favorit?
Offline: A5-Notizbuch von Leuchtturm1917
Online: RememberTheMilk

Wie wird bei dir ersichtlich, welche Aufgabe dringend ist und welche du noch aufschieben kannst? (Stichwort: Prioritäten)
Ich sichte meine Aufgabenlisten regelmäßig und bin mir im Klaren darüber, welche Aufgaben wichtig sind. Eigentlich nutze ich nur in RtM die Priorisierungsfunktion. Eher verfolge ich das Prinzip der umgekehrten Priorität. Ich priorisiere Aufgaben nicht als wichtig oder dringlich, sondern verschiebe Aufgaben, die nicht dringend sind, auf die nächsten Tage.

Setzt du dich durch to-do-Listen manchmal zu sehr unter Druck oder bringt dich erst deine to-do-Liste so richtig in Fahrt?
In meinem Job als Software Entwickler kann es schon vorkommen, dass es plötzlich stressig wird. Ein Server ist ausgefallen oder ein schwerer Bug lässt eine Webseite abstürzen, ein Kollege möchte am besten bis gestern einen Export aus der Datenbank haben oder das aktuelle Projekt wird auf einmal noch viel wichtiger. Es ist dann schwierig den Überblick zu behalten. In solchen Momenten nehme ich mir kurz Zeit und sortiere mich. In meiner RtM-Liste werden alle Aufgaben aufgeschoben und ein griffbereiter Zettel wird dann zu meiner Aufgabenliste für die aktuelle Stressphase. Meistens ist es zu Feierabend schon wieder ruhiger. Wenn es das nicht ist, nehme ich mir die Zeit und übertrage alle Aufgaben in RtM und plane sie dort.
In solchen Fällen fühle ich mich durch die Listen nicht unter Druck gesetzt, sondern sie geben mir Ruhe und ich kann alles geplant abarbeiten.
Es gibt aber auch Situation, wo sie mich auch unter Druck setzen. Man versucht sich auf ein kompliziertes Problem zu konzentrieren, wofür man etwas mehr Zeit benötigt. Dann kann eine volle Liste Druck bei mir erzeugen. In solchen Fällen nehme ich mir ebenfalls kurz Zeit und schaue meine Listen durch. Meistens arbeite ich dann kleine Aufgaben direkt ab. Der Rest wird aufgeschoben. Somit kann ich mich dann auf die eine Aufgabe konzentrieren.

Mein Fazit
To-Do-Listen geben mir einen Überblick über meine anstehenden Aufgaben und sie helfen mir, auch große Projekte über viele kleine Teitschritte zu erledigen. Sie zeigen mir, was ich geschafft habe und was noch ansteht. Ganz ohne werde wohl nie wieder leben. Das meine Methode so kompliziert wirkt hat auch damit zu tun, dass es mir Spaß macht, mich mit Methoden wie das Bullet Journal oder Getting Things Done auseinander zusetzen und diese auszuprobieren und zu kombinieren.

Zu guter Letzt drei Tipps, die mir sehr geholfen haben:
Listen führen hilft immer
To-do-Listen helfen generell, sich besser zu organisieren. Ob man nun eine bestimmte Methode verwendet oder Off- bzw. Online arbeitet. Entscheidend ist nur, dass man Aufgaben notiert und auf diese regelmäßig einen Blick wirft.

Iconwahl für Aufgaben
Ich finde es unschön Aufgaben nach der Erledigung einfach durchzustreichen, das verdirbt sofort den Tagebuchcharakter. Deswegen finde ich die Idee von den Notizbuchregeln so gut. Eine Aufgabe wird mit einem „-“ eingeleitet. Nach der Erledigung wird ein „+“-Zeichen daraus. Also aus Minus wird Plus.

Next action
Mir hat es sehr geholfen bei der Notierung einer Aufgabe den nächsten Schritt gleich mit in die Aufgabe zu schreiben. In GtD heißt das next action. Wenn ich mir also eine neue Aufgabe vornehme, weiß ich sofort, was als nächstes ansteht und kann direkt loslegen.

Ein Blog über Notizbücher

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Warum ein Blog über Notizbücher? Im deutschsprachigen Raum würde ich den Notizbuchblog von Christian Mähler zu den bekanntesten Blog über Notizbücher zählen. Er hat schon über jede Menge Hersteller berichtet, außergewöhnliche Notizbücher vorgestellt und mit den Notizbuchregeln ein eigenes System für den Umgang mit Notizbüchern veröffentlicht. Ich bin ein großer Fan von diesem Blog und dadurch auch ein großer Fan von Notizbüchern geworden. Einige der Notizbuchregeln habe ich bei meiner täglichen Arbeit im Einsatz.

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Als Software Entwickler produziere ich den ganzen Tag digitale Daten. Irgendwann hatte ich den Wunsch auch mal wieder etwas mit Stift und Papier zu machen. Mein erstes bewusst gekauftes Notizbuch (und nicht ein Werbegeschenk aus der Apotheke) war ein Moleskine. Schon vor Jahren waren diese Notizbücher sehr präsent auf dem Markt. Wenn schon Hemingway seine Notizen diesem schwarzen Büchlein anvertraute, konnte ich das auch. Schnell fühlte sich das Notizbuch mit Notizen, to-do-Listen und Skizzen. Nach und nach entwickelte ich dann einen Blick für andere Hersteller, die ebenfalls schöne Notizbücher verkaufen. Irgendwann hatte ich dann nicht nur ein Notizbuch, sondern je eines für die unterschiedlichsten Zwecke.

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Eine Reisetagebuch von Sigel hat mich ständig begleitet und ist zu meinem Journal für meine privaten und dienstlichen Reisen geworden. Noch immer blättere ich gerne darin und beobachte dabei meine jüngeres Ich, wie es versucht in einer fremden Stadt zurecht zu kommen oder wie es mit einer großen Begeisterung über eine Reisland erzählt. Die Notizbücher von Atoma sind schnell zu meinen Lieblingen geworden und unterstützen mich bei meiner Organisation. Notizbücher von Leuchtturm1917 begleiten mich dienstlich bei allen Meetings. Für ein Skizzenbuch habe ich den Einband eines Moleskine verschönert (oder verschandelt, je nachdem) und selbst eine Chipstüte musste mal als Cover für ein selbstgebasteltes Notizbuch herhalten.

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Diese Vielfalt der unterschiedlichsten Notizbücher und -hefte (auf den Bildern sind einige meiner Notizbücher) begeistert mich immer noch. Aus diesem Grund möchte ich auch ein Blog über Notizbücher führen. Vielleicht kann ich die Blogosphäre mit weiteren interessanten Informationen anreichern, vielleicht schaffe ich es meine Leidenschaft mit anderen zu teilen. Außerdem plane ich für diese Webseite noch ein Programmierprojekt, was meine Leidenschaften – Notizbücher und Programmieren – miteinander verbindet. Aber dazu später dann mehr… 😉